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Wenn wir 15 Millionen Jahre in der Zeit zurückgehen würden, könnten wir sehen, wie sich die Erdkruste in Folge der sog. spaltenvulkanischen Tätigkeit spaltet und die Oberfläche dank riesiger Explosionen von vulkanischer Asche und Magma bedeckt wird.

Das im Laufe von ständigen  Ausbrüchen an die Oberfläche geratene Magma, Asche und die eingebetteten Magma-Blöcke  versteinerten sich während den Jahrmillionen. Dies nennt man in der Fachsprache Agglomeration. Im Laufe der Zeit entstand aus der vulkanischen Asche der weniger harte vulkanische Torf, der beim Felsentor der Quelle „Magda” zu beobachten ist.

Im Laufe der späteren Jahrmillionen zerkleinerte die unterschiedliche Temperatur die Schicht an der Oberfläche. Die starken Regenfälle verwischten die Landschaft, schufen mit dem mitgerissenen Schutt Täler und als die Ströme an Kraft verloren, hinterließen sie schichtenweise die Ablagerung. Sowas sieht man beispielsweise beim Besuch der Wiese „Telgárthy”, über der Quelle „Magda”.

Diese Sehenswürdigkeiten erreicht man entlang des Baches „Apátkút” entlang der Mátyás király Straße, in Richtung Miklós Bertényi Botanischer Garten. Der Bach ist auch erwähnenswert. Früher wurde er Mühlen-Bach genannt, denn seine Energie wurde im XVIII-XIX. Jahrhundert in den Mahl- und Sägemühlen verwendet. Entlang der forstwirtschaftlichen Straße kommt man zur Talsperre und zum kleinen, künstlichen Teich. Die nächste Sehenswürdigkeit des Tals ist der Wasserfall „Ördögmalom”, wo man die felsenformende Kraft des Baches bewundern kann. Wenn man genau hinschaut, sieht man, wie der kleine Bach kanalmäßig in den festen Andesit hineinfließt und demnach kann man sich leicht vorstellen, wie einst die alte Donau das Gebirge Visegrád vom Gebirge Börzsöny getrennt hatte. Bedenken wir doch, welche gigantische Kämpfe das weltberühmte Donauknie geformt hatten!

Bei der Quelle „Magda” findet man noch eine Sehenswürdigkeit. Über dem Bach sieht man auf dem lila-grauen Gestein eine steile, gelbe Lößschicht, die davon zeugt, dass hier einst die Donau floß und seine Ablagerung in einer ruhigen Bucht hinterließ. Eine ähnliche Lößschicht befindet sich in derselben Seehöhe (180 Meter) in den Bergen bei Visegrád-Lepence.

Die nächste Station des Ausflugs folgt nach 1,5 km bei der Felsenwand „Ördögbánya”. Hier sieht man schöne Beispiele dafür, wie sich Sporen und Blüten an der steilen Wand festgesetzt hatten.

Die Pflanzenwelt und die Wälder des Gebirges Pilis entstanden in der Zeit der Erwärmung, nach der zweiten Eiszeit. An den kühleren, nördlichen Hängen wachsen Buchen bzw. Hagebuchen, am wärmeren, südlichen Hang sind die Eichenwälder charakteristisch. Unter dem dünnen Laub bedecken Kräuter, Rispengras, Schwingel, Hagedorn, Hartriegel, Heckenrose und Schlechdorn die Grasfläche. Auf den Gebieten mit mehr Sonnenschein wachsen Brombeeren und Brennessel.

Einst lebten Höhlenbären und Hirsche in der Gegend, ihre Spuren findet man aber nur noch in den Höhlen des Gebirges Pilis. In der Zeit von Matthias Corvinus wurden in den benachbarten Wäldern europäische Büffel, Braunbären, Wölfe und Luchse gejagt. Die Luchse kamen in den 1990-er Jahren noch einmal zurück, aber heute findet man keine Spur von ihnen. Unter den Huftieren ist heute noch der Hirsch der König des Waldes. Während den Ausflügen im Gebirge Pilis sieht man oft schüchterne Rehe. Das Wildschwein hat ein dunkles Fell und macht den Besuchern große Angst, aber es ist gut zu wissen, dass es beim Anblick des Menschen genauso große Angst hat. Es ist interessant, dass vor 130 Jahren der heute oft vorkommende Mufflon in diesen Wäldern überhaupt nicht existierte, heutzutage ist er aber oft zu treffen. Das Korsikaner Wildschaf kommt auch regelmäßig in die jungen Wälder zurück.

Das größte unter den Pelztieren ist die sich versteckende Wildkatze. Sie hat ein schwarz-weiß gestreiftes Fell und geht in der Nacht auf Jagd, so ist sie sehr selten zu sehen, aber man kann entlang der Asphaltstraßen oft Dachse sehen, die ebenfalls in der Nacht jagen. Den roten Fuchs kennt fast jeder. Der Marder, mit gelber Weste und langem, zotteligen Schwanz und der ihm aus vieler Hinsicht ähnliche, aber weiße Steinmarder sind fleißige Insektenfresser. Den selten vorkommenden Akrobaten unserer Wälder, das Eichhorn findet man am meisten in den Tannenwäldern des Botanischen Gartens.

Die größten Raubvögel der Gegend sind die Adler. Ab und zu sieht man ein Exemplar der Fischadler und aus der Famile der Bussarden den zierlichen Flug des Mäusebussards. Seit den 1970-er Jahren vermehrten sich die schwarzen Raaben, deren eigenartiges Krächzen oft zu hören ist. Von den Nachtraubtieren sind die Eulen am bedeutendsten. Während den Wanderungen im Gebirge Pilis sieht man die fröhliche Schar der kleinen Singvögel.

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